Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 23.04.2026

§ 1 Anbieter, Geltungsbereich und Vertragsgegenstand

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) regeln die Nutzung der mobilen Applikation „Listscan“ sowie aller hierzu gehörenden Funktionen, Online-Dienste und Webauftritte (zusammen „Dienst“).

(2) Anbieter des Dienstes ist:
Jonas Taigel und Lennart Schiweck GbR („Listscan“)
Hauptstraße 44, 72829 Engstingen, Deutschland
Telefon: 01578 7318483
E-Mail: info@listscan.de
Web: www.listscan.de
Vertreten durch die Gesellschafter Jonas Taigel und Lennart Schiweck
Umsatzsteuer-ID: nicht vorhanden (§ 19 UStG – Kleinunternehmerstatus)
(nachfolgend „Anbieter“ oder „wir“).

(3) Diese AGB gelten für alle Nutzer:innen des Dienstes („Nutzer:innen“ oder „ihr“). Abweichende Bedingungen der Nutzer:innen finden keine Anwendung, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

(4) Vertragssprache ist Deutsch.

(5) Der Vertrag über die Nutzung des Dienstes kommt mit Abschluss der Registrierung oder – sofern eine Nutzung ohne Registrierung möglich ist – mit Beginn der tatsächlichen Nutzung zustande.

§ 2 Leistungsbeschreibung

(1) Listscan ist eine digitale Einkaufs- und Haushaltsorganisation. Die Kernfunktionen können insbesondere umfassen:

  1. Einkaufslisten: Erstellen, Verwalten und Teilen von Einkaufslisten (privat oder in Gruppen), einschließlich Vorlagen, Kategorien, Mengen/Einheiten, automatischer Sortierung und Echtzeit-Synchronisation.
  2. Beleg-/Kassenbon-Scanning: Erfassung von Belegen mittels Bilderkennung (OCR), automatischer Posten-Erkennung und KI-gestützter Textverarbeitung. Die Erkennung erfolgt über eine mehrstufige Verarbeitungspipeline (deterministische Erkennung, Text-/Bild-KI-Fallbacks).
  3. Angebots- und Preisvergleiche: Community-basiertes Angebotsmatching. Aus gescannten Belegen der Nutzer:innen werden anonymisierte Preisinformationen abgeleitet, die allen Nutzer:innen als Preisvergleiche und Angebotsempfehlungen zur Verfügung stehen.
  4. Kaufhistorie und Statistiken: Übersicht über vergangene Einkäufe, Ausgabenanalysen, Kategorie-Auswertungen und Trenddarstellungen.
  5. Kostenaufteilung: Interne Berechnung und Dokumentation von Kostenanteilen innerhalb von Gruppen (z. B. gleichmäßig, proportional oder individuell).
  6. KI-Assistent: Ein konversationeller, KI-gestützter Einkaufsassistent, der Nutzer:innen bei Angebotssuche, Einkaufsplanung, Rezeptvorschlägen, Ausgabenübersichten, Nachkauf-Vorhersagen und weiteren Aufgaben unterstützt. Der Assistent kann dabei im Namen der Nutzer:innen Aktionen vorschlagen und – nach Bestätigung oder im Rahmen risikoarmer Standardaktionen – ausführen (z. B. Einkaufslisten erstellen, Angebots-Alarme einrichten, Zahlungsanfragen vorbereiten). Näheres regelt § 9.
  7. Angebots-Alarme (Deal-Alerts): Proaktive Benachrichtigungen, wenn Produkte, für die Nutzer:innen ein Interesse hinterlegt oder einen Alarm eingerichtet haben, im Angebot verfügbar sind.
  8. Nachkauf-Vorhersagen (Intelligence): KI-gestützte Prognosen darüber, welche Produkte Nutzer:innen voraussichtlich bald wieder benötigen, basierend auf der individuellen Kaufhistorie.
  9. Optionale Zusatzfunktionen: Sprachsteuerung, Push-Benachrichtigungen, Rezeptvorschläge und weitere Funktionen, soweit im Dienst angeboten.

(2) Der Anbieter kann den Dienst fortentwickeln, Funktionen ändern, ergänzen oder einstellen, sofern dies für Nutzer:innen zumutbar ist und wesentliche Kernfunktionen nicht ohne sachlichen Grund entzogen werden. Bei wesentlichen Änderungen informiert der Anbieter in angemessener Form (z. B. In-App-Hinweis) und mit angemessener Vorlaufzeit. Dies gilt insbesondere auch für KI-gestützte Funktionen, deren Qualität und Verfügbarkeit von der Leistungsfähigkeit eingesetzter Drittanbieter-Modelle abhängen kann.

(3) Der konkrete Funktionsumfang hängt vom gewählten Tarif ab (vgl. § 11).

§ 3 Registrierung, Nutzerkonto und Zugangsvoraussetzungen

(1) Für die Nutzung des Dienstes ist in der Regel ein Nutzerkonto erforderlich. Bei der Registrierung sind wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen. Änderungen der Registrierungsdaten sind unverzüglich zu aktualisieren.

(2) Nutzer:innen sind verpflichtet, ihre Zugangsdaten (insbesondere Passwort) geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf unbefugte Nutzung des Kontos ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.

(3) Jede:r Nutzer:in darf nur ein Konto anlegen, sofern der Anbieter nicht ausdrücklich etwas anderes gestattet.

(4) Minderjährige: Der Dienst richtet sich grundsätzlich an Personen ab 16 Jahren (Art. 8 DSGVO i. V. m. den nationalen Regelungen). Personen unter 16 Jahren dürfen den Dienst nur mit nachweisbarer Zustimmung der Erziehungsberechtigten nutzen. Der Anbieter behält sich vor, entsprechende Nachweise zu verlangen und Konten ohne Nachweis zu sperren.

(5) Der Anbieter kann Konten vorübergehend sperren oder dauerhaft kündigen, wenn konkrete Anhaltspunkte für Missbrauch, Rechtsverletzungen, Verstöße gegen diese AGB oder die Angabe falscher Daten bei der Registrierung vorliegen.

§ 4 Nutzungsrechte und Nutzungspflichten

(1) Der Anbieter räumt Nutzer:innen für die Dauer des Nutzungsverhältnisses ein einfaches (nicht ausschließliches), nicht übertragbares und widerrufliches Recht ein, den Dienst im Rahmen dieser AGB bestimmungsgemäß zu nutzen.

(2) Unzulässig sind insbesondere:

  1. jede Nutzung, die gegen geltendes Recht verstößt oder Rechte Dritter verletzt;
  2. das Hochladen oder Verbreiten rechtswidriger, beleidigender, bedrohender oder sonst anstößiger Inhalte;
  3. Störungen oder Beeinträchtigungen des Dienstes, der Infrastruktur oder anderer Nutzer:innen;
  4. Reverse Engineering, Dekompilierung, Disassemblierung oder sonstige Versuche, den Quellcode des Dienstes zu ermitteln, soweit nicht zwingendes Recht (z. B. § 69e UrhG) etwas anderes erlaubt;
  5. die Umgehung technischer Schutzmechanismen, Nutzungsbeschränkungen oder Fair-Use-Limits;
  6. die Nutzung des Dienstes zur Erstellung oder zum Betrieb eines konkurrierenden Produkts;
  7. das Einreichen manipulierter oder präparierter Eingaben (z. B. manipulierte Belegbilder, verfälschte Texte oder speziell gestaltete Inhalte), die darauf abzielen, automatisierte Verarbeitungsprozesse (OCR, KI-Modelle, Parsing) zu stören, zu verfälschen, zu umgehen oder in ihrer Funktionsweise zu beeinflussen;
  8. Versuche, den KI-Assistenten durch gezielte Eingaben (Prompt Injection, Jailbreaking o. Ä.) dazu zu bringen, außerhalb seiner vorgesehenen Funktionen zu agieren, Sicherheitsmechanismen zu umgehen oder Informationen preiszugeben, die nicht für Nutzer:innen bestimmt sind.

(3) Bei Verstößen gegen Absatz 2 kann der Anbieter – unbeschadet weiterer Rechte – das Nutzungsrecht einschränken, das Konto sperren oder den Vertrag außerordentlich kündigen.

§ 5 Gruppenfunktionen und Zusammenarbeit

(1) Nutzer:innen können Gruppen erstellen und verwalten oder bestehenden Gruppen beitreten. Gruppen dienen der gemeinsamen Nutzung von Listen, Einkäufen, Auswertungen und Kostenaufteilungen.

(2) Gruppen-Administrator:innen (in der Regel Ersteller:innen der Gruppe) können weitere Mitglieder einladen und entfernen sowie Gruppeneinstellungen anpassen.

(3) Nutzer:innen sind selbst dafür verantwortlich, welche Inhalte und Daten sie innerhalb einer Gruppe teilen. Der Anbieter stellt lediglich die technische Plattform bereit und ist nicht Vertragspartner der Gruppenmitglieder untereinander – insbesondere nicht bei gruppeninternen Kostenaufteilungen, Zahlungsaufforderungen oder sonstigen Vereinbarungen zwischen Nutzer:innen.

(4) Beim Verlassen oder Ausschluss aus einer Gruppe verlieren Nutzer:innen den Zugang zu den dort geteilten Inhalten. Bereits erfasste und dem eigenen Konto zugeordnete Daten (z. B. eigene Belege) bleiben hiervon unberührt.

§ 6 Inhalte der Nutzer:innen

(1) Nutzer:innen können im Rahmen des Dienstes Inhalte bereitstellen (z. B. Belege, Fotos, Listen, Gruppeninfos, Kommentare, Produktdaten, Chat-Nachrichten an den KI-Assistenten). Die Bereitstellung erfolgt auf eigene Verantwortung.

(2) Nutzer:innen sichern zu, dass sie zur Übermittlung der bereitgestellten Inhalte berechtigt sind und dass diese keine Rechte Dritter (insbesondere Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder Datenschutzrechte) verletzen.

(3) Nutzer:innen tragen insbesondere die Verantwortung dafür, dass hochgeladene Belege und Dokumente keine unzulässigen personenbezogenen Daten Dritter enthalten (z. B. Kundenkarten-Nummern, vollständige Kartendaten) oder dass sie zur Übermittlung solcher Daten berechtigt sind.

(4) Nutzer:innen räumen dem Anbieter das Recht ein, die bereitgestellten Inhalte im zur Erbringung, Verbesserung und Weiterentwicklung des Dienstes erforderlichen Umfang technisch zu verarbeiten, zu speichern, zu strukturieren, zu sichern und – in anonymisierter oder aggregierter Form – für Community-Funktionen (z. B. Preisvergleiche) zu verwenden. Dies umfasst auch die pseudonymisierte Nutzung von Chat-Verläufen und Nutzungsmustern zur Verbesserung des KI-Assistenten und anderer KI-gestützter Funktionen des Dienstes.

(5) Löschen Nutzer:innen Inhalte oder beenden den Vertrag, endet die Nutzungsberechtigung nach Absatz 4 – gesetzliche Aufbewahrungspflichten, laufende Backup-Zyklen und bereits anonymisierte Daten bleiben hiervon unberührt.

(6) Der Anbieter kann Inhalte entfernen oder deren Verarbeitung einschränken, wenn konkrete Anhaltspunkte für Rechtsverstöße, Missbrauch oder Verstöße gegen diese AGB bestehen.

§ 7 Beleg-/Kassenbon-Scanning und automatische Erkennung

(1) Der Dienst verarbeitet Bilder und/oder Text von Belegen, um Positionen, Summen, Händlerinformationen und weitere Daten automatisch zu erkennen und strukturiert auszuwerten. Hierbei kommen Texterkennung (OCR), regelbasiertes Parsing und KI-gestützte Verfahren zum Einsatz.

(2) Nutzer:innen erkennen an, dass automatisierte Erkennung (OCR/Parsing/KI) technologiebedingt fehleranfällig sein kann. Insbesondere können Positionen fehlerhaft zugeordnet, Beträge falsch erkannt oder Informationen unvollständig erfasst werden.

(3) Nutzer:innen sind verpflichtet, automatisch erkannte Daten vor einer Weiterverwendung (z. B. Statistiken, Kostenaufteilung, Gruppenabrechnung) eigenverantwortlich zu prüfen und zu korrigieren.

(4) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass erkannte Inhalte vollständig, korrekt, aktuell oder für einen bestimmten Zweck geeignet sind. Eine Haftung für fehlerhafte Erkennung besteht nur im Rahmen von § 14.

(5) Die bei der Verarbeitung übermittelten Belegdaten werden gemäß der Datenschutzerklärung verarbeitet. Aus den Belegdaten können anonymisierte Preis- und Produktinformationen abgeleitet werden, die als Community-Preisdaten allen Nutzer:innen zur Verfügung gestellt werden.

(6) Datenverarbeitung zur Dienstverbesserung: Zur Verbesserung der automatisierten Erkennungssysteme kann der Anbieter bei fehlgeschlagener oder unvollständiger automatischer Erkennung folgende technische Daten speichern:

  1. den extrahierten OCR-Text und OCR-Metadaten (Blockstruktur);
  2. die vom KI-Modell erzeugten strukturierten Erkennungsergebnisse;
  3. in Fällen, in denen eine erweiterte Bildanalyse erforderlich war oder die Erkennung vollständig fehlgeschlagen ist, das zugrunde liegende Belegbild.

Diese Daten werden pseudonymisiert (vom Nutzerkonto getrennt) und ausschließlich zur kontinuierlichen Verbesserung der Erkennungsgenauigkeit verwendet. Die Speicherdauer ist begrenzt auf:

Nach Ablauf dieser Fristen werden die Daten automatisiert gelöscht. Personenbezogene Daten innerhalb der gespeicherten Inhalte (z. B. Kundennamen, Kartendaten auf Belegen) werden vor der Speicherung so weit wie technisch möglich unkenntlich gemacht (Maskierung/Schwärzung). Eine Weitergabe an Dritte über die in der Datenschutzerklärung genannten Auftragsverarbeiter hinaus erfolgt nicht. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung unter legal.listscan.de/datenschutz.

§ 8 Angebote, Preisvergleiche und Empfehlungen

(1) Die Angebots- und Preisvergleichsfunktionen von Listscan beruhen auf Community-Daten: Wenn Nutzer:innen Kassenzettel scannen, werden daraus anonymisierte Preisinformationen abgeleitet, die allen Nutzer:innen als Preisvergleiche und personalisierte Angebotsempfehlungen zur Verfügung stehen.

(2) Angebots- und Produktempfehlungen beruhen auf Ähnlichkeitsberechnungen (z. B. Embedding-basierte Vektorsuche) und können unvollständig, unzutreffend oder veraltet sein. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität oder Verfügbarkeit angezeigter Preise und Angebote. Preise und Verfügbarkeit können sich jederzeit ohne Vorankündigung ändern.

(3) Die angezeigten Angebote und Preisvergleiche stellen keine verbindlichen Angebote des Anbieters oder der jeweiligen Händler dar. Für den tatsächlichen Kaufvertrag zwischen Nutzer:innen und Händlern ist allein das jeweilige Angebot des Händlers vor Ort oder im Onlineshop maßgeblich.

(4) Rezeptvorschläge und Ernährungshinweise, soweit angeboten, dienen ausschließlich der Inspiration und ersetzen keine individuelle Ernährungs-, Gesundheits- oder Allergieberatung. Nutzer:innen prüfen eigenverantwortlich Zutaten, Allergenhinweise und die Eignung für ihre individuellen Bedürfnisse.

(5) Affiliate-Links und kommerzielle Empfehlungen: Der Dienst kann Produktempfehlungen enthalten, die Provisions- oder Werbelinks zu Drittanbietern beinhalten (Affiliate-Links). Solche Inhalte werden als solche gekennzeichnet. Die Kaufentscheidung und das Vertragsverhältnis mit dem Drittanbieter liegen allein bei den Nutzer:innen. Der Anbieter erhält ggf. eine Provision für über solche Links getätigte Käufe; dies beeinflusst nicht die Auswahl oder Darstellung der Angebote.

(6) Produktbilder zu Angeboten stammen, soweit verfügbar, aus der offenen Datenbank Open Food Facts (world.openfoodfacts.org), bereitgestellt unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike (CC-BY-SA), und können vom tatsächlichen Produkt abweichen.

§ 9 KI-Assistent und automatisierte Funktionen

(1) Der Dienst umfasst einen KI-gestützten Einkaufsassistenten („Assistent“), der Nutzer:innen in natürlicher Sprache bei verschiedenen Aufgaben unterstützt. Der Assistent nutzt Sprachmodelle (Large Language Models) von Drittanbietern zur Verarbeitung und Beantwortung von Anfragen.

(2) Der Assistent kann im Rahmen einer Konversation Aktionen vorschlagen und ausführen, insbesondere:

  1. Angebote und Preise suchen;
  2. Einkaufslisten und Einkaufspläne erstellen;
  3. Angebots-Alarme (Deal-Alerts) einrichten;
  4. Rezepte generieren;
  5. Ausgabenübersichten und Kaufhistorien abrufen;
  6. Nachkauf-Vorhersagen erstellen;
  7. Zahlungsanfragen an Gruppenmitglieder vorbereiten.

(3) Aktionen mit erhöhtem Risiko (z. B. Zahlungsanfragen, Löschungen) erfordern eine ausdrückliche Bestätigung durch die Nutzer:innen vor der Ausführung. Risikoarme Standardaktionen (z. B. Angebotssuche, Abruf von Informationen) können ohne gesonderte Einzelbestätigung ausgeführt werden. Die Einstufung der Aktionen in Risikokategorien liegt im angemessenen Ermessen des Anbieters.

(4) Sämtliche Antworten, Empfehlungen, Vorhersagen und Aktionsvorschläge des Assistenten werden automatisiert erzeugt und können fehlerhaft, unvollständig, veraltet oder irreführend sein. Insbesondere können Sprachmodelle Informationen generieren, die plausibel klingen, aber sachlich unzutreffend sind („Halluzinationen“). Nutzer:innen sind verpflichtet, alle Ausgaben des Assistenten vor einer Weiterverwendung oder Handlung eigenverantwortlich zu prüfen.

(5) Der Assistent stellt keine Beratung dar – insbesondere keine Ernährungs-, Gesundheits-, Finanz- oder Rechtsberatung. Die Nutzung erfolgt auf eigenes Risiko.

(6) Chat-Nachrichten der Nutzer:innen werden zur Verarbeitung an Drittanbieter-Sprachmodelle übermittelt. Nutzer:innen sollten keine sensiblen personenbezogenen Daten (z. B. Gesundheitsinformationen, Finanzdaten, Passwörter) in Chat-Nachrichten eingeben. Einzelheiten zur Datenverarbeitung regelt die Datenschutzerklärung.

(7) Der Anbieter kann die eingesetzten KI-Modelle, -Anbieter und -Konfigurationen jederzeit ändern, um den Dienst zu verbessern oder an geänderte Verfügbarkeiten anzupassen. Ein Anspruch auf die Nutzung eines bestimmten Modells oder Anbieters besteht nicht.

§ 10 Kostenaufteilung innerhalb von Gruppen

(1) Die Kostenaufteilungsfunktion dient ausschließlich der internen Berechnung, Dokumentation und Veranschaulichung von Kostenanteilen innerhalb von Gruppen. Sie stellt kein Zahlungsinstrument, keinen Zahlungsdienst und kein Forderungsinkasso dar.

(2) Sofern der Dienst Zahlungsvorschläge oder Zahlungslinks erzeugt (z. B. PayPal.me-Links, Bankdaten zur Überweisung) – auch über den KI-Assistenten –, erfolgt die tatsächliche Zahlung außerhalb des Dienstes über von den Nutzer:innen selbst gewählte Zahlungswege. Der Anbieter nimmt zu keinem Zeitpunkt Gelder entgegen, leitet Zahlungen weiter oder vermittelt Zahlungsdienste.

(3) Der Anbieter ist weder Schuldner noch Gläubiger gruppeninterner Forderungen und übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der berechneten Beträge, das Zustandekommen oder die Durchsetzung von Zahlungen zwischen Nutzer:innen.

(4) Die Berechnungen der Kostenaufteilung können auf automatisch erkannten Belegdaten basieren (vgl. § 7). Nutzer:innen sind verpflichtet, die Richtigkeit der Aufteilungsbeträge vor Zahlungsausführung zu prüfen.

§ 11 Tarife, Preise und Abrechnung

(1) Der Dienst wird in folgenden Tarifen angeboten:

  1. Free – 0 €/Monat: Grundfunktionen einschließlich Einkaufslisten, Gruppen, geteilte Listen und Basis-Statistiken. Fair-Use-Limits für KI-gestützte Funktionen (z. B. monatliche Scan- und Angebotsmatching-Kontingente) können gelten und werden im Dienst transparent angezeigt.
  2. Plus – 4,99 €/Monat: Erweiterte Funktionen einschließlich höherer Kontingente für KI-gestützte Funktionen, erweiterte Statistiken und Angebotsfeatures.
  3. Pro – 7,99 €/Monat: Voller Funktionsumfang einschließlich erweiterter Scan- und Sprachfunktionen, personalisierte Angebote und Karte, erweiterte Statistiken, höchste oder keine Kontingentgrenzen im vorgesehenen Rahmen.

(2) Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer (sofern anwendbar). Aktuell unterliegt der Anbieter der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG; es wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

(3) Die Abwicklung kostenpflichtiger Leistungen (Abonnements, In-App-Käufe) erfolgt über den jeweiligen App-Store (Apple App Store, Google Play Store). Abrechnung, Zahlungsabwicklung und Verwaltung des Kaufs richten sich nach den Bedingungen und Prozessen des jeweiligen Store-Betreibers; ergänzend gelten diese AGB für die Nutzung des Dienstes.

(4) Abonnements verlängern sich automatisch um den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich), sofern sie nicht mindestens 24 Stunden vor Ablauf des laufenden Zeitraums über den jeweiligen App-Store gekündigt werden.

(5) Testzeiträume und Aktionspreise können angeboten werden. Details ergeben sich aus der jeweiligen Angebotsdarstellung im Dienst oder App-Store.

(6) Preisänderungen werden mindestens 30 Tage im Voraus angekündigt. Bestehende Abonnements sind erst ab der nächsten Verlängerung von der Änderung betroffen. Nutzer:innen haben in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisänderung.

§ 12 Widerrufsrecht für Verbraucher:innen

(1) Wenn ihr als Verbraucher:in ein kostenpflichtiges Abonnement abschließt, steht euch ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu. Die Widerrufsfrist beginnt mit dem Tag des Vertragsschlusses.

(2) Widerrufsbelehrung: Ihr habt das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Um euer Widerrufsrecht auszuüben, müsst ihr uns (Jonas Taigel und Lennart Schiweck GbR, Hauptstraße 44, 72829 Engstingen, E-Mail: info@listscan.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. E-Mail) über euren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.

(3) Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung der Widerrufserklärung.

(4) Folgen des Widerrufs: Wenn ihr diesen Vertrag widerruft, haben wir euch alle Zahlungen, die wir von euch erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über euren Widerruf bei uns eingegangen ist. Für die Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das ihr bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt habt, es sei denn, mit euch wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden euch wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

(5) Vorzeitiges Erlöschen: Wenn ihr zugestimmt habt, dass die Leistungserbringung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und ihr zur Kenntnis genommen habt, dass ihr damit euer Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert, erlischt das Widerrufsrecht mit vollständiger Erbringung der Leistung. Bei einem Vertrag, der euch zur Zahlung eines Preises verpflichtet, schuldet ihr einen anteiligen Betrag für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung.

(6) Für über den App-Store abgeschlossene Abonnements gelten zusätzlich die Widerrufs-/Rückgaberichtlinien des jeweiligen Store-Betreibers.

§ 13 Verfügbarkeit, Offline-Nutzung und Systemvoraussetzungen

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine unterbrechungsfreie oder fehlerfreie Nutzung. Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates, Störungen externer Netze, Dienste oder Provider sowie Ereignisse höherer Gewalt können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.

(2) Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit vorab angekündigt und in nutzungsarme Zeiten gelegt.

(3) Die Nutzung des Dienstes setzt ein kompatibles Endgerät, ein unterstütztes Betriebssystem und – für Online-Funktionen – eine Internetverbindung voraus. Die aktuellen Systemvoraussetzungen ergeben sich aus den Angaben im jeweiligen App-Store.

(4) Der Dienst bietet Offline-Funktionen, bei denen Daten lokal auf dem Endgerät gespeichert werden (z. B. via SQLite). Nutzer:innen sind verpflichtet, ihr Endgerät angemessen zu schützen (z. B. durch Gerätecode/Biometrie, aktuelle OS-Updates, Geräteverschlüsselung), um unbefugten Zugriff auf lokal gespeicherte Daten zu vermeiden. Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste oder unbefugten Zugriff, die auf unzureichende Gerätesicherung zurückzuführen sind.

(5) Bei der Synchronisation von Offline- und Online-Daten können technisch bedingt Konflikte auftreten. Der Anbieter bemüht sich um eine sachgerechte Konfliktauflösung, kann jedoch nicht gewährleisten, dass in jedem Fall die aktuellste Version erhalten bleibt.

§ 14 Haftung und Haftungsbeschränkung

(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte für digitale Produkte (§§ 327 ff. BGB).

(2) Unbeschränkte Haftung: Der Anbieter haftet unbeschränkt:

  1. bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit;
  2. bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit;
  3. nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes;
  4. im Umfang einer vom Anbieter ausdrücklich übernommenen Garantie.

Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen ausgeschlossen oder beschränkt.

(3) Leichte Fahrlässigkeit: Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), d. h. Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die Nutzer:innen regelmäßig vertrauen dürfen. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden beschränkt.

(4) Haftungshöchstgrenze: Soweit die Haftung nach Absatz 3 beschränkt ist, ist diese der Höhe nach begrenzt auf die von den jeweiligen Nutzer:innen in den letzten zwölf (12) Monaten vor dem schadenbegründenden Ereignis tatsächlich an den Anbieter gezahlten Entgelte. Bei kostenloser Nutzung (Free-Tarif) ist die Haftung nach Absatz 3 auf einen Betrag von 25 EUR begrenzt.

(5) Ausschluss mittelbarer Schäden: Der Anbieter haftet nicht für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, entgangene Ersparnisse, Vermögensschäden aus entgangenen Geschäften oder für Schäden aus Ansprüchen Dritter gegen Nutzer:innen – es sei denn, diese beruhen auf einer Verletzung wesentlicher Vertragspflichten im Sinne von Absatz 3.

(6) Besondere Haftungsausschlüsse: Der Anbieter haftet – unbeschadet der zwingenden Haftung nach Absatz 2 – insbesondere nicht für:

  1. Schäden aus der Verwendung automatisiert erzeugter Ergebnisse (OCR, KI, Parsing, Embedding-basierte Zuordnungen) ohne vorherige eigenverantwortliche Prüfung durch die Nutzer:innen (vgl. § 7 Abs. 3);
  2. fehlerhafte, unvollständige oder veraltete Angebotsanzeigen, Preisangaben, Preisvergleiche, Referenzpreise, Ersparnisangaben oder Produktempfehlungen (vgl. § 8);
  3. Entscheidungen, die Nutzer:innen auf Grundlage von Informationen des Dienstes treffen (insb. Kauf-, Ernährungs-, Gesundheits- oder Finanzentscheidungen);
  4. die Richtigkeit von Kostenaufteilungsberechnungen sowie daraus resultierende Zahlungen oder Forderungen zwischen Nutzer:innen (vgl. § 10);
  5. sämtliche Antworten, Empfehlungen, Vorhersagen, Aktionsvorschläge und vom KI-Assistenten ausgeführte Aktionen (vgl. § 9), einschließlich fehlerhafter, unvollständiger oder irreführender Ausgaben der eingesetzten Sprachmodelle;
  6. fehlerhafte Nachkauf-Vorhersagen oder Einkaufsplanvorschläge, die auf der individuellen Kaufhistorie basieren;
  7. fehlerhafte, verspätete oder ausbleibende Angebots-Alarme (Deal-Alerts) sowie darauf basierende Kauf- oder Nicht-Kauf-Entscheidungen;
  8. Störungen oder Ausfälle der Infrastruktur Dritter (Cloud-Anbieter, OCR-/KI-Dienste, Sprachmodell-Anbieter, Embedding-Modelle, App-Store-Betreiber, Zahlungsdienstleister, Push-Dienste);
  9. Schäden durch unbefugten Zugriff auf Nutzerkonten, soweit der Anbieter angemessene Sicherheitsmaßnahmen getroffen hat;
  10. Schäden aus der Nutzung von Offline-Funktionen bei unzureichender Gerätesicherung (fehlender Gerätecode, veraltetes Betriebssystem, fehlende Geräteverschlüsselung);
  11. Datenverluste, die durch regelmäßige und angemessene Sicherung (z. B. Gerätesicherung, iCloud-/Google-Backup) hätten vermieden oder gemindert werden können;
  12. Handlungen oder Unterlassungen anderer Nutzer:innen innerhalb von Gruppen;
  13. die Verfügbarkeit, Richtigkeit oder Aktualität von Daten externer Quellen (z. B. Händlerangebote, Produktdatenbanken, Rezeptvorschläge).

(7) Höhere Gewalt: Der Anbieter haftet nicht für Verzögerungen, Einschränkungen oder Ausfälle, die auf Umstände außerhalb seines zumutbaren Einflussbereichs zurückzuführen sind (höhere Gewalt), insbesondere Naturkatastrophen, Pandemien, Epidemien, behördliche Anordnungen, Streiks, Cyberangriffe, Ausfall von Telekommunikationsnetzen oder Energieversorgung.

(8) Mitwirkungspflichten und Schadensminderung: Nutzer:innen sind verpflichtet, den Anbieter unverzüglich über erkannte Fehler, Störungen oder Schäden zu informieren und zumutbare Maßnahmen zur Schadensminderung zu ergreifen. Ein Mitverschulden der Nutzer:innen (§ 254 BGB) wird bei der Schadensberechnung berücksichtigt.

(9) Freistellung: Nutzer:innen stellen den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen Nutzung des Dienstes, einem Verstoß gegen diese AGB oder einer Verletzung von Rechten Dritter durch von Nutzer:innen bereitgestellte Inhalte resultieren, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung. Dies gilt nicht, soweit die Rechtsverletzung nicht von den Nutzer:innen zu vertreten ist. Nutzer:innen sind verpflichtet, den Anbieter unverzüglich über geltend gemachte Ansprüche zu informieren und bei der Verteidigung zu unterstützen.

(10) Keine Beratung: Sämtliche Informationen, Empfehlungen, Angebotsvergleiche, Preisangaben, Rezeptvorschläge, Nachkauf-Vorhersagen und Auswertungen des Dienstes – unabhängig davon, ob sie über den KI-Assistenten, automatisierte Systeme oder statische Darstellungen bereitgestellt werden – dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung (insb. keine Ernährungs-, Gesundheits-, Finanz- oder Rechtsberatung). Die Nutzung erfolgt auf eigenes Risiko der Nutzer:innen.

(11) Die Haftung nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften bleibt in jedem Fall unberührt.

§ 15 Kommunikation und Benachrichtigungen

(1) Listscan kann Nutzer:innen zu Service- und Betriebszwecken informieren (z. B. Sicherheitshinweise, Funktionsupdates, Änderungen der AGB, gruppenrelevante Benachrichtigungen per Push).

(2) Angebots-Alarme (Deal-Alerts): Nutzer:innen können proaktive Benachrichtigungen über verfügbare Angebote aktivieren. Diese Benachrichtigungen werden automatisiert auf Basis hinterlegter Interessen und KI-gestützter Auswertungen versandt. Sie stellen keine verbindlichen Angebote dar und können unvollständig, verspätet oder fehlerhaft sein. Deal-Alerts können in den App-Einstellungen jederzeit deaktiviert werden.

(3) Marketing-Mitteilungen (z. B. Newsletter, Werbe-Pushs) erhalten Nutzer:innen nur nach vorheriger Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar (z. B. über die App-Einstellungen oder per E-Mail an info@listscan.de).

§ 16 Datenschutz

(1) Der Schutz personenbezogener Daten ist dem Anbieter ein besonderes Anliegen. Umfassende Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten (Art, Umfang, Zwecke, Rechtsgrundlagen, Empfänger, Speicherdauer, Betroffenenrechte) enthält die Datenschutzerklärung des Anbieters, abrufbar in der App und unter legal.listscan.de/datenschutz.

(2) Soweit Nutzer:innen im Rahmen des Dienstes personenbezogene Daten Dritter verarbeiten oder in Gruppen teilen (z. B. Belegdaten, die Angaben zu anderen Personen enthalten), tragen sie hierfür eine eigenständige datenschutzrechtliche Mitverantwortung.

(3) Der Anbieter setzt zur Erbringung des Dienstes Auftragsverarbeiter ein (Art. 28 DSGVO), u. a. für Hosting, Cloud-Infrastruktur, Texterkennung, KI-/Sprachmodell-Verarbeitung, Push-Dienste und Monitoring. Alle Auftragsverarbeiter sind vertraglich an die Anforderungen der DSGVO gebunden. Details sind der Datenschutzerklärung zu entnehmen.

(4) Soweit Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder von dort ausgelesen werden (z. B. Authentifizierungs-Token, lokale Datenbanken, Push-Token, Kamerazugriff), erfolgt dies im Rahmen des § 25 TDDDG. Erforderliche Technologien basieren auf § 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG. Nicht erforderliche Analyse- oder Marketing-Technologien werden nur nach Einwilligung (§ 25 Abs. 1 TDDDG) eingesetzt.

§ 17 Community-Daten und anonymisierte Auswertungen

(1) Listscan nutzt ein Community-basiertes Preisdatenmodell: Aus gescannten Belegen der Nutzer:innen werden automatisiert anonymisierte Preis- und Produktinformationen abgeleitet (z. B. Produktbezeichnungen, Preise, Händlerkategorien). Diese anonymisierten Community-Daten werden allen Nutzer:innen für Preisvergleiche und Angebotsempfehlungen zur Verfügung gestellt.

(2) Die Anonymisierung erfolgt so, dass ein Personenbezug weder direkt noch mit verhältnismäßigem Aufwand herstellbar ist. Anonymisierte Daten unterliegen nicht mehr der DSGVO.

(3) Anonymisierte Community-Daten werden zeitlich unbegrenzt gespeichert, da sie keinen Personenbezug aufweisen. Der Anbieter kann diese Daten für statistische Analysen, Produktverbesserungen und aggregierte Berichte verwenden.

(4) Der Anbieter kann anonymisierte und aggregierte Auswertungen erstellen (z. B. Preisindizes, Konsumtrends, regionale Preisvergleiche) und diese zur Verbesserung des Dienstes, für eigene Publikationen oder zur Bereitstellung an Dritte in nicht personenbezogener Form verwenden, einschließlich kommerzieller Nutzung (z. B. Marktanalysen, Preisdaten-APIs, Branchenberichte).

§ 18 Feedback und Verbesserungsvorschläge

(1) Nutzer:innen können freiwillig Feedback, Verbesserungsvorschläge und Ideen an den Anbieter übermitteln (z. B. über In-App-Formulare, E-Mail oder Support-Kanäle).

(2) Durch die freiwillige Übermittlung räumen Nutzer:innen dem Anbieter das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbeschränkte Recht ein, das Feedback zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Dienstes zu verwerten – ohne Vergütungspflicht und ohne Pflicht zur Namensnennung.

(3) Ein Anspruch auf Umsetzung von Feedback besteht nicht.

§ 19 Laufzeit und Kündigung

(1) Das Nutzungsverhältnis für den Free-Tarif läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Angabe von Gründen beendet werden.

(2) Kostenpflichtige Abonnements (Plus-/Pro-Tarif) haben die im App-Store angezeigte Mindestlaufzeit und verlängern sich automatisch (vgl. § 11 Abs. 4). Die Kündigung des Abonnements erfolgt über den jeweiligen App-Store. Nach wirksamer Kündigung eines Abonnements wird das Konto zum Ende des bezahlten Zeitraums auf den Free-Tarif zurückgestuft.

(3) Nutzer:innen können ihr Konto jederzeit vollständig löschen. Die Löschung kann über die Kontoeinstellungen in der App oder durch Kontaktaufnahme mit dem Anbieter (info@listscan.de) veranlasst werden.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor bei:

  1. erheblichen oder wiederholten Verstößen gegen diese AGB;
  2. Missbrauch des Dienstes;
  3. Verletzung von Rechten Dritter durch Nutzer:innen;
  4. Angabe falscher Daten bei der Registrierung.

(5) Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses löscht oder anonymisiert der Anbieter die personenbezogenen Daten der Nutzer:innen gemäß der Datenschutzerklärung und den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten. Anonymisierte Community-Daten (vgl. § 17) bleiben hiervon unberührt.

§ 20 Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn hierfür ein sachlicher Grund vorliegt (z. B. Änderungen der Rechtslage, neue oder geänderte Funktionen, Änderung der Geschäftsgrundlage, Schließung von Regelungslücken, Sicherheitsanforderungen).

(2) Über wesentliche Änderungen informiert der Anbieter die Nutzer:innen mindestens sechs (6) Wochen vor dem geplanten Inkrafttreten in Textform (z. B. per E-Mail oder In-App-Benachrichtigung). Die Nutzer:innen werden dabei auf ihr Widerspruchsrecht und die Folgen eines Widerspruchs hingewiesen.

(3) Widersprechen Nutzer:innen einer wesentlichen Änderung innerhalb der Frist, kann der Vertrag von beiden Seiten zum Zeitpunkt des geplanten Inkrafttretens der Änderung beendet werden. Die bisherigen AGB gelten dann bis zur Beendigung fort.

(4) Erfolgt kein Widerspruch innerhalb der Frist, gelten die geänderten AGB ab dem angekündigten Zeitpunkt.

§ 21 Verbraucherstreitbeilegung

(1) Information nach § 36 Abs. 1 VSBG: Der Anbieter ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

(2) Die europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform (OS-Plattform) wurde zum 20. Juli 2025 eingestellt und steht nicht mehr zur Verfügung.

(3) Gesetzliche Beschwerdewege, insbesondere das Recht zur Beschwerde bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde (Art. 77 DSGVO), bleiben hiervon unberührt.

§ 22 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Für Verbraucher:innen gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates gewährt wird, in dem die Verbraucher:innen ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben (Art. 6 Abs. 2 Rom I-VO).

(2) Sofern Nutzer:innen Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen sind, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz des Anbieters (Engstingen). Der Anbieter kann auch am allgemeinen Gerichtsstand der Nutzer:innen klagen.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

(4) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform.